Familienaufstellung

Familienstellen in Freiburg

Jeder von uns schreibt in seinem Leben seine ganz eigene, individuelle Geschichte.
Und doch sind wir auch alle eingebunden in die Geschichte unserer Vorfahren.
Die Mehrgenerationenfamilie ist dabei das kräftigste Beziehungsgeflecht, in das wir Menschen geraten können. Mit manchen unserer Ahnen sind wir mit Liebe und Kraft verbunden. Manche Schicksale unserer Vorfahren berühren uns jedoch auf eine belastende Art und Weise, häufig sogar unbewusst. Diese Verstrickungen können die unterschiedlichsten Auswirkungen auf uns und unser Leben haben. Sie reichen von körperlichen Symptomen, Blockaden und Angst über uns belastende Denk- und Verhaltensmuster, bis hin zu dem Grundgefühl, das Leben nicht voll und erfüllt leben zu können.

Mit der Methode des Familienstellens gelingt es uns, diese Schicksale und daraus resultierende Beweggründe in unserem System zu erkennen, den Bezug zu uns zu verstehen und neu zu sortieren. Familienaufstellungen sind eine kraftvolle Methode zur eigenen Weiterentwicklung und bieten die Möglichkeit, unsere bisherigen Sichtweisen zu erweitern, zu ergänzen, und oftmals auch zu korrigieren.

Die Aufstellungsarbeit läd Dich dazu ein, den Dir gebührenden Platz in Deinem Leben einzunehmen und Dein Potenzial voll und ganz zu entfalten – im Einklang mit den anderen.

Denn nur durch den Glanz eines jeden Einzelnen
wird die Kette zum Collier.

Eine Aufstellung ist hilfreich bei

  • Wiederkehrenden Symptomen, chronischen oder akuten Belastungen psychischer und körperlicher Art
  • Unglücklichen Partnerschaften / langem Single-Dasein / unerfülltem Kinderwunsch / schwierigen Beziehungen zu Familienmitgliedern
  • Erlittenen Traumata, z.B. infolge von Gewalt/Unfall oder mehrgenerational übertragener Traumaerfahrung, z.B. infolge von Krieg/Flucht
  • Beruflichen Problemen / Erschöpfungsymptomen / Misserfolg
  • Wiederkehrenden belastenden Grund- und Verhaltensmustern (z.B. destruktive Glaubenssätze, „den eigenen Platz nicht finden“, Selbstwertprobleme)

Aufstellungen - wozu?

Zunächst ist eine Aufstellung „nur“ eine Methode von vielen aus dem großen Werkzeugkoffer der Systemischen Therapie. Sie ist jedoch DIE Methode, mit der am deutlichsten basale Grundstrukturen und (mehrgenerationale) Dynamiken eines Familiensystems sichtbar werden.

Wer sich langfristige Veränderung wünscht, nimmt diese Grundstrukturen beim eigenen Heilungsprozess mit in den Fokus. Aufstellungen bieten die Möglichkeit zur Klärung des altbekannten oder aktuellen Themas und werfen neue Lösungsbilder auf.

Bei wiederholender Aufstellungsarbeit verändert diese unsere innere Haltung: Sie schult den Blick fürs Wesentliche, macht resilient gegenüber „Alltagsunruhen“ und eröffnet einen Weg der Achtsamkeit und Dankbarkeit gegenüber dem eigenen Leben und gegenüber dem Leben unserer Mitmenschen.

Aufstellungsarbeit ist Versöhnungsarbeit mit uns selbst und den Anderen.

Wie läuft eine Aufstellung ab?

Teilnehmende meiner Gruppenseminare bringen ein Anliegen mit, das sie mithilfe einer Aufstellung verstehen und lösen möchten. Dieses Anliegen werden wir innerhalb der Gruppe in einem kurzen Vorgespräch erörtern.

Der Teilnehmende sucht dann aus der Gruppe StellvertreterInnen für die Personen aus, die für die Darstellung des Anliegens relevant sind. Er sucht auch eine StellvertreterIn für sich selbst aus. Die StellvertreterInnen werden dann von der Teilnehmenden in dem Raum so aufgestellt, dass Nähe, Distanz und Blickrichtung untereinander stimmig erscheinen. Diese StellvertreterInnen nehmen dann erstaunlich präzise die Gefühle der Personen wahr, für die sie stehen. Sie entwickeln auch sehr schnell ein Gespür für die Beziehungen und Distanzen untereinander.
Während des Prozesses frage ich die einzelnen StellvertreterInnen immer wieder nach Ihren Wahrnehmungen oder Bewegungsimpulsen. Oftmals werden die aufgestellten StellvertreterInnen durch weitere Stellvertreter ergänzt, Positionen verändert. Ich schlage Sätze zur Klärung und zum weitergehenden Verständnis vor, bis die Dynamik sichtbar wird, die dem Anliegen der Aufstellenden zugrunde liegt. Das Sichtbarwerden der zugrundliegenden Dynamik macht den Weg frei für Veränderung und Heilung.

Gegen Ende der Aufstellung kann der Teilnehmende noch seinen eigenen Platz in der Aufstellung einnehmen, um die neu gewonnenen Erkentnisse emotional und körperlich zu integrieren.

Eine Aufstellung dauert in der Regel zwischen 45 und 60 Minuten.

Aufstellungsarbeit als Traumabewältigung

Traumata haben (auch) in Aufstellungen ganz unterschiedliche Gesichter.

Der Weg der Traumabewältigung erfolgt in Aufstellungen über die Dynamik, die dem Geschehen zugrunde liegt. Oftmals hängt sie von verschiedenen Faktoren und sich daran anschließenden Fragen ab. Diese können u.A. sein:

  • Um was für ein Trauma handelt es sich? Was davon ist der Erinnerung zugänglich?
  • Bei frühkindlicher Bindungsstörung: Wie können daraus resultierende Schwierigkeiten zur Ruhe kommen?
  • Über welche Resilienz verfügt der Betroffene und welche Ressourcen finden sich in
    seinem Familiensystem? Wie kann er sich damit wieder verbinden?

Ich habe mich dreieinhalb Jahre in der Methode Somatic Experiencing® zur Auflösung von Traumata ausbilden lassen. Dieses Wissen und v.a. die damit verbundene achtsame und wertschätzende Haltung bilden den Boden meiner Arbeit.

Wenn Sie sich durch diesen Abschnitt angesprochen fühlen, halte ich es für sinnvoll, vor einer geplanten Aufstellung Kontakt zu mir aufzunehmen und ggf. ein Beratungsgespräch zu vereinbaren.


Wo ist dein guter Platz?


Seminartermine zum Familienstellen finden Sie hier